Städtepartnerschaft

... Angarsk - Mönchengladbach

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Pressemitteilung vom 30. März 2011

170 Menschen aus Mönchengladbach haben sich inzwischen mit ihrer Unterschrift der Idee des Mönchengladbacher Friedensforums angeschlossen, eine Städtepartnerschaft mit der am Bai­kalsee gelegenen Stadt Angarsk, die ungefähr so groß ist wie Mönchengladbach, einzu­richten.

Anfang der Woche hatte das Friedensforum 141 Unterschriften an Oberbürgermeister Norbert Bude und die im Rat der Stadt Mönchengladbach vertretenen Ratsfraktionen übermittelt. In wenigen Tagen waren 30 weitere Unterschriften eingetroffen.

„Die Unterschriftensammlungen des Friedensforums gehen weiter“ erklärte ihr Sprecher Edmund Erlemann. „Wir hoffen sehr, dass alle Fraktionen bei der nächsten Ratssitzung am 13. April diesen Antrag unterstützen werden.“

„Unser aus Anlaß des Tschernobyl-Jahrestages gestellter Antrag auf Einrichtung einer Städte­partnerschaft mit Angarsk ist nachhaltig. Noch lange nach dem Jahrestag wird er seinen Beitrag leisten für Völkerverständigung und Umweltschutz“ so Erlemann.

Unterdessen gibt es auch in der Stadt Angarsk eine Unterschriftensammlung für eine Städte­partnerschaft. Gegenüber dem Mönchengladbacher Friedensforum erklärte die Angarsker Journalistin Swetlana Slobina, viele Menschen in ihrer Stadt seien von dieser Idee begeistert.

ZUM HINTERGRUND:
Städtepartnerschaft mit der russischen Stadt Angarsk!
Am 26. April 2011, jährt sich der Tag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. 25 Jahre werden dann seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vergangen sein. Im Vorfeld des Jahrestages von Tschernobyl wirbt das Mönchengladbacher Friedensforum für die Errichtung einer Städte­partnerschaft mit der russischen, am Baikal-See gelegenen,Stadt Angarsk.

BEGRÜNDUNG:
Bereits heute verbindet Angarsk und Nordrhein-Westfalen Tausende Tonnen von angereichertem Atommüll, Uranhexafluorid (UF6), die aus dem idyllischen nordrhein-westfälischen Städtchen Gronau, in den vergangenen Jahren von Nordrhein-Westfalen direkt in das am Baikalsee gelegene Städtchen Angarsk gebracht wurden, wo sie in rostenden Fässern unter offenem Himmel die Gesundheit der Bevölkerung, vor allem der Kinder, bedrohen. Dieser abgereicherte Atommüll ist auch chemisch gefährlich. Bei Kontakt mit Wasser oder Luftfeuchtig­keit setzt das UF6 Flusssäure frei, die lebensgefährliche Verätzungen verursachen kann. Es ist sehr unbefriedigend, dass das einzige, was uns Nordrhein-Westfalen mit Angarsk verbindet, der nordrhein-westfälische Atommüll ist, der in Angarsk lagert. Wir sollten auch den Kontakt der Menschen zwischen Nordrhein-Westfalen und der Bevölkerung am Baikal-See nicht zu kurz kommen lassen.

Unterzeichnen kann man die Petition auch im Internet unter: www.angarsk-moenchengladbach.de

Was ist das Mönchengladbacher Friedensforum?
Das Mönchengladbacher Friedensforum ist ein Zusammenschluss von zwei Dutzend Aktivistinnen und Aktivisten unterschiedlichster Weltanschauungen und politischer Überzeugungen.
Die Mitglieder dieser Gruppe, die 1990 unter der Bezeichnung „Kein Blut für Öl“ ihre Arbeit aufgenommen hatte, organisierten immer wieder Mahnwachen, Veranstaltungen und Demonstrationen gegen Kriege im ehemaligen Jugoslawien, Afghanistan, Tschetschenien, dem Irak und Libyen.
Von Anfang an hatte sich das Mönchengladbacher Friedensforum in die Vorbereitungen der Gedenkwoche zum 25. Jahrestag von Tschernobyl eingebracht.